Wie Qigong uns nachhaltig stärkt
Wenn der Frühling das Licht zurückbringt und die Tage länger werden, spüren viele von uns ein Aufbrechen neuer Energie. In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) gehört diese Zeit zum Funktionskreis Leber-/Gallenblase (Element Holz). Die tiefer liegende Grundlage für Wachstum und langfristige Lebenskraft aber ist die Essenz (Jing), die traditionell dem Funktionskreis Niere zugeordnet wird.
Was ist nun unsere Essenz? Kurz gesagt, es ist unsere vitale Substanz, Quelle von Wachstum, Fortpflanzung, Entwicklung und langfristiger Vitalität. In der TCM gilt die Niere als Speicher der Essenz; ein starker Funktionskreis Niere bedeutet stabile Energie, kräftige Knochen, klares Denken und gute Regenerationsfähigkeit.
„Einfach ist es, Qi zu üben - doch eine Kunst, die Essenz zu bewahren.“
Was steckt hinter dieser Aussage? Bewegungen nachahmen ist ein Leichtes; die Essenz jedoch zu pflegen und damit zu bewahren, erfordert Kontinuität, Demut und einen nährenden Lebensstil.
Wer zudem die Vorbereitungsübungen dem Qigong voranstellt, übt nachhaltiger, sicherer und tiefer. Vorbereitende, innere Praktiken (Nei Yang Gong) setzen den Ton: sie fördern Erdung, Atmungsruhe und die Vorstellungskraft im Dantian. Wer die innere Basis stärkt, praktiziert Qigong nicht nur wirkungsvoller, sondern auch schonender - die Essenz bleibt erhalten anstatt, dass sie verbraucht wird.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Frühling zum Aufbruch einläd; langfristige Lebenskraft aber braucht Schutz und Pflege der Essenz. Mit dem richtigen Maß, wird Qigong zu einer nachhaltigen Quelle unserer Gesundheit - unserer Lebenspflege in Balance.